Podcast Folge 19: Vom Familienerbe zum Zukunftsprojekt - Der Markenwandel der Familienbrauerei Bauhöfer

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Ein Traditionsunternehmen wagt den Schritt in die Zukunft – und macht sein Rebranding zum Vorzeigeprojekt.

Die Familienbrauerei Bauhöfer, vielen bislang unter dem Namen Ulmer Bier bekannt, hat 2021 einen mutigen Schritt gewagt: Sie kehrte zurück zu ihrem eigenen Familiennamen. Aus Ulmer Bier wurde Bauhöfer. Was nach einem einfachen Namenswechsel klingt, war in Wahrheit ein komplexes Projekt, das Tradition, Identität und modernes Projektmanagement miteinander verband. 

Im Podcast Snacksize Projektmanagement sprach Geschäftsführerin Katharina Schuler darüber, wie sie diesen Wandel erlebt hat – und welche Lehren andere Unternehmen daraus ziehen können. 

Die Nachfolge: Respekt und Tatendrang

Als Katharina 2019 die Geschäftsführung übernahm, trat sie in die Fußstapfen ihres Großvaters. „Es war eine gesunde Mischung aus Respekt und Vorfreude“, beschreibt sie den Moment. Der Einstieg markierte nicht nur einen Generationswechsel, sondern auch den Startschuss für einen der größten Transformationsschritte in der jüngeren Unternehmensgeschichte. 

Bauhöfer als Marke: Qualität und regionale Verwurzelung

Der Kern der Marke ist klar:Qualität, Tradition und Regionalität. Genau diese Werte wollte das Unternehmen mit dem Rebranding noch stärker nach außen tragen. Schon zuvor gab es einzelne Produkte, die den Namen Bauhöfer trugen – wie das Oktobergold oder die Schwarzwaldmarie. Mit dem Relaunch wurde der Familienname konsequent zur Dachmarke. 

Projekt Rebranding: Von der Idee bis zum Rollout

Der offizielle Projektstart erfolgte 2019, der Rollout im Frühjahr 2021 – also zwei Jahre Projektlaufzeit. 

Die Struktur: 

  • Strategische Entscheidungen im Familienkreis und der Geschäftsführung 
  • Zusammenarbeit mit einer externen Agentur für Logo, Claim und Verpackungsdesign 
  • Ein kleines Kernteam aus drei internen und drei agenturseitigen Verantwortlichen 
  • Regelmäßige Einbindung der Mitarbeiter und Gesellschafter 

Katharina selbst war in allen Entscheidungsprozessen involviert – von der Optik der Etiketten bis zur Kommunikation nach außen.

Herausforderungen und Learnings

Natürlich lief nicht alles glatt. Die größte Hürde war die Corona-Pandemie, die zeitweise für einen Projektstopp sorgte. Doch Bauhöfer entschied sich, den „Point of no return“ zu gehen – und das Projekt konsequent durchzuziehen. 

Ein wichtiges Learning für Katharina:Klare Kommunikation. „Ich habe am Anfang zu oft darauf vertraut, dass Dinge einfach laufen. Heute weiß ich: Entscheidungen müssen bewusst adressiert und transparent geteilt werden.“ 

Resonanz am Markt

Entgegen vieler Erwartungen stieß der Markenwechsel auf erstaunlich wenig Widerstand. Kunden und Partner reagierten überwiegend positiv – nicht zuletzt, weil Bauhöfer den Schritt als Rückkehr zu den eigenen Wurzeln kommunizieren konnte. 

Blick nach vorn

Vier Jahre nach dem Relaunch zieht Katharina ein positives Fazit: 

  • Das Projekt hat sich gelohnt – in der Marke, im Marktauftritt und im Team. 
  • Neue Produkte wie Bauhöfer Schwarzwälder Helles haben zusätzlich Fahrt aufgenommen. 
  • Die Brauerei sieht ihre Zukunft klar in der Region: „Wenn wir sagen können, wir sind das beste Bier in der badischen Region, dann bin ich zufrieden.“ 

Fazit

Ein Rebranding als Paradebeispiel für Projektmanagement

Der Markenwandel von Ulmer Bier zu Bauhöfer zeigt, dass Tradition und Projektmanagement perfekt zusammenpassen. Mit einem klaren Ziel, mutigen Entscheidungen und konsequenter Umsetzung lässt sich ein solches Projekt auch in unsicheren Zeiten erfolgreich meistern. 

Du willst tiefer eintauchen in das Rebranding der Familienbrauerei Bauhöfer? Dann hör jetzt rein in die aktuelle Folge von Snacksize Projektmanagement.


Sebastian Müller präsentiert Snacksize Projektmanagement

Welchen Herausforderungen und Chancen begegnest du als Projektmanager:in in ähnlichen Projekten? Teile gerne deine Erfahrungen mit uns!

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Dein Sebastian – bis zum nächsten Mal!

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